Allgemeines   

Die Tour

Die folgenden Kartenübersichten zeigen grob die Strecken, die wir gefahren sind:

Polen:

Legende:  blau 1. Tag bis Stare Pole - gelb   Stare Pole bis Kruklanki - schwarzKruklanki - Vilnius (polnischer Teil)

                     rot  Siauliai bis Kruklanki und Kruklanki bis Karwia - pink Karwia bis Gorzow Wielkopolski, bzw. Burg/Spreewald

Litauen :

Legende: blau Kruklanki bis Vilnius - pink  Vilnius bis Ergli (litauischer Teil) -  rot Skultes Muiza bis Siauliai

                   grün Siauliai bis Kruklaniki (litauischer Teil)

Lettland:

Legende: rot Vilnius bis Ergli (hier war die schlimmste Schottertrecke der Tour zwischen Akniste und Jekabpils -

                  blau Ergli bis Pöltsamaa (lettischer Teil)  -  grün Pöltsamaa bis Skultes Muiza (lettischer Teil) -

                   hellblau Skultes Muiza bis Siauliai (lettischer Teil)

Estland:

 

Legende: rot Ergli bis Pöltsamaa (estnischer Teil) - blau Rundfahrt Peipussee und finnischer Meerbusen

                  hellblau Pöltsamaa bis Skultes Muiza (estnischer Teil)

Essen  

                                       
Das Essen in den Masuren und im Baltikum ist überwiegend deftig mit viel Fleisch, Speck aber auch Fisch. Kartoffeln werden hier viel in allen Variationen zum Essen gereicht, auch Gemüse gibt es häufig.In der kasubischen Küche (Polen) wird viel mit  Majoran gewürzt, zum Beispiel eine würzige saure  Mehlsuppe. Überall bekommt man "Borscht", doch versteht man in jedem Land etwas anderes darunter. Allen gemeinsam ist Rote Beete als Hauptbestandteil, aber während zum Beispiel in Polen der Borscht als heiße Suppe serviert wird, wird er in Litauen als kalte Kefirsuppe mit heißen Pellkartoffeln gegessen. Das ist an heißen Tagen eine erfrischende und leichte Mahlzeit!

Zum Essen trinkt man Bier, welches sowohl in Polen als auch im Baltikum selbst für verwöhnte deutsche Gaumen sehr schmackhaft und würzig ist. Nach dem Essen ist ein Wodka für die Verdauung unbedingt nötig. Bestens geeignet und etwas schmackhafter ist hier aber auch der Balsam, den man im Baltikum bekommt - in Litauen und Lettland ist das ein süßlich-herber Kräuterlikör, der geschmacklich irgendwo so zwischen Ramazotti und Fernet Branca liegt. In Estland gibt es einen deutlich süßeren Kräuterlikör, der sich ebenfalls Balsam (Palsam) nennt und lauwarm serviert wird. 

 

                                            

Geld

Im Sommer 2006 waren Polen und die baltischen Staaten zwar schon EU-Mitglieder, der Euro war aber noch in keinem der Länder eingeführt. So hatten wir auf unserer Reise zeitenweise fünf Währungen im Geldbeutel! Getauscht haben wir meist an der Grenze, in allen Staaten ist aber auch das Netz an Geldautomaten sehr dicht und man kann eigentlich in jeder etwas größeren Ortschaft mit der Master-/EC-Karte die Landeswährung aus dem Automaten ziehen. Auch an Tankstellen wurde der Euro durchaus gerne genommen, aber unsere Erfahrung war, dass dort der Wechselkurs nicht unbedingt günstiger ist, als bei den Banken.

Die Preise für Übernachtungen, Essen, Zigaretten und Benzin sind überall deutlich günstiger als in Deutschland, im Baltikum sind sie nochmals etwas niedriger als in Polen. Wie überall zahlt man auch hier in den größeren Städten mehr als auf dem Land. Ein üppiges Essen mit Getränken ist leicht für unter 5 Euro zu haben, die Übernachtung mit Frühstück in Hotels hat meist zwischen 20 und 35 Euro pro Doppelzimmer gekostet, auch hier war es in Vilnius, der einzigen größeren Stadt, in der wir übernachtet haben, am teuersten mit fast 70 Euro.

Straßen und Verkehr

Im Baltikum kann man Straßen jeden Zustands finden, so wird die Via Baltica an der Ostsee entlang gerade komplett erneuert , bzw. neu gebaut. Grundsätzlich können im Baltikum aber auch Hauptverkehrsstraßen geschottert oder in einem sehr schlechten Zustand sein, Nebenstraßen sind meistens nicht asphaltiert. Bei Baustellen wird der Verkehr oft kilometerlang über diese Schotterpisten umgeleitet, und diese werden immer schwieriger mit dem Motorrad befahrbar, je mehr Schwerlastverkehr darüber fährt.

In den Masuren ist der Hauptteil der Straßen, wenn oft auch in schlechtem Zustand, so doch  asphaltiert. Aber auch hier gibt es viele offiziell befahrbare Schottersträßchen, meist im Hinterland. Da hier kaum LKWs fahren, sind diese Schotterstraßen relativ einfach zu befahren, aber auch hier können gelegentlich Sand- oder Matschlöcher auftauchen und bei trockener Witterung wird man gewaltig eingestaubt. Die großen Straßen im Baltikum sind recht schwer zu fahren, haben oft enge Querrillen, tiefe Spurrinnen und eine sehr hohe sandige Staubschicht, auf der man mit dem Motorrad leicht ins Schwimmen kommt. Geeignete Bereifung und genügend Federweg sind hier nicht nur von Vorteil sondern unserer Meinung nach Pflicht! Es empfiehlt sich spätestens vor Ort geeignetes Kartenmaterial zu besorgen, wo die geschotterten Straßen eingetragen sind.

Auch in Osteuropa gibt es sicherlich Verkehrsregeln, nur hält sich hier niemand wirklich daran. Überholt wird, wo es Platz hat - und Platz macht man sich einfach, indem Gegenverkehr und Überholter beide rechts fahren, dann passt auch nochmal ein Fahrzeug zwischendurch. Je weiter nördlich man kommt, desto weniger Verkehr gibt es, die Straßen sind meist leer und schnurgerade.

Sprache

Polnisch, litauisch und lettisch haben alle denselben Sprachstamm, das Estnische ist dagegen eng verwandt mit dem finnischen und ungarischen. In allen Ländern sprechen vor allem die älteren Menschen aufgrund der Vergangenheit zumindest etwas russisch - das aber nicht gerne. Wir haben es in Polen erlebt, dass sich die Menschen weigern, russisch zu sprechen und statt dessen lieber mit Händen und Füßen kommunizieren. Entgegen der Informationen in den Reiseführern hatten wir aber nicht den Eindruck, dass man auch mit deutsch und englisch gut durchkommt. Die jüngeren Leute sprechen oft etwas englisch, deutsch haben wir dagegen nirgendwo erlebt. Allerdings sind alle freundlich und bemüht und mit einem Kauderwelsch udn Händen und Füßen konnte man sich immer gut verständigen. Die Speisekarten waren eigentlich immer auch auf englisch, so dass wir zumindest beim Essen so ungefähr wussten, auf was wir uns einlassen.

Bilder

Selbstverständlich haben wir sehr viele Blder gemacht, vor allem Guido, unser offizieller BTR-Fotograf. Ein Klick auf den Link unten führt euch zum Fotoalbum mit einer kleinen Auswahl.

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